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Grippeimpfung 2026/27: Wer profitiert und wann der beste Zeitpunkt ist

Ratgeber · Vorsorge · 31. August 2026 · von J. Nassar

Noch ist es sommerlich – und trotzdem beginnt jetzt die Vorbereitung auf die Grippesaison. Wer sich impfen lassen möchte, hat in den kommenden Wochen den besten Zeitpunkt dafür. Hier lesen Sie kompakt, für wen die Impfung empfohlen wird, wann sie sinnvoll ist und was sich ab 60 Jahren unterscheidet.

Der beste Impftermin ist der, der stattfindet – am günstigsten liegt er im Oktober.— J. Nassar, Hausarzt in Bruchköbel

Warum die Grippe mehr ist als eine starke Erkältung

Eine echte Influenza beginnt meist plötzlich: hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ausgeprägte Erschöpfung. Anders als ein Schnupfen kann sie Menschen über Wochen aus dem Alltag werfen und bestehende Erkrankungen – etwa am Herzen oder an der Lunge – zusätzlich belasten. Genau deshalb richtet sich die Impfempfehlung vor allem an Menschen, bei denen ein schwerer Verlauf wahrscheinlicher ist.

Für wen wird die Impfung empfohlen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die jährliche Grippeimpfung insbesondere für:

Auch außerhalb dieser Gruppen kann eine Impfung im Einzelfall sinnvoll sein – etwa vor einer geplanten Operation, einer längeren Reise oder in einem Beruf, in dem ein Ausfall schwer zu kompensieren ist. Das besprechen wir individuell.

Der Zeitpunkt: warum Oktober günstig ist

Als günstiger Zeitraum gilt Oktober bis Mitte Dezember. Der Hintergrund ist einfach: Nach der Impfung braucht der Körper etwa zehn bis vierzehn Tage, um den Schutz aufzubauen. Die Grippewelle in Deutschland beginnt typischerweise nach dem Jahreswechsel. Wer im Herbst impft, ist also rechtzeitig vorbereitet, ohne dass der Impfschutz bis zum Saisonende zu stark nachlässt.

Und wenn Sie den Oktober verpassen? Eine spätere Impfung ist kein Fehler. Solange Grippeviren zirkulieren, kann sie noch sinnvoll sein – sprechen Sie uns einfach an.

Ab 60 Jahren: ein besonders abgestimmter Impfstoff

Weil das Immunsystem mit den Jahren anders reagiert, empfiehlt die STIKO für Menschen ab 60 Jahren Impfstoffe, die auf diese Altersgruppe zugeschnitten sind – einen Hochdosis-Impfstoff oder einen mit Wirkverstärker (adjuvantiert). Beide gelten als gleichwertig empfohlen. Welcher Impfstoff für Sie vorgesehen ist, klären wir beim Termin; darum müssen Sie sich nicht selbst kümmern.

Häufige Fragen aus der Sprechstunde

„Kann ich von der Impfung Grippe bekommen?"
Die in Deutschland üblichen Grippeimpfstoffe für Erwachsene enthalten keine vermehrungsfähigen Viren. Reaktionen wie ein müder Arm, leichte Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen in den ersten Tagen sind möglich und klingen in der Regel rasch wieder ab.

„Ich hatte letztes Jahr schon eine Impfung."
Die Impfung wird jährlich wiederholt, weil sich die zirkulierenden Virusstämme verändern und die Zusammensetzung des Impfstoffs jede Saison angepasst wird.

„Kann ich mehrere Impfungen an einem Termin machen?"
Häufig lässt sich das gut kombinieren. Bringen Sie Ihren Impfpass mit – dann sehen wir gemeinsam, was ohnehin ansteht, etwa Tetanus, Pneumokokken oder eine Auffrischung.

Was Sie zum Termin mitbringen

Gut zu wissen: Die Grippeimpfung ist Teil der Vorsorge – und die lebt vom Gesamtbild. Einen Überblick über die Untersuchungen in unserer Praxis finden Sie auf der Seite Vorsorgeuntersuchungen, Hintergründe zur Gesundheitsuntersuchung im Beitrag Der Check-up ab 35.

Impftermin gewünscht? Online Termin vereinbaren oder anrufen: 06181 / 71329.

J. Nassar, Hausarzt in Bruchköbel

Über den Autor: J. Nassar

Facharzt für Allgemeinmedizin und allgemeine Chirurgie mit Zusatzqualifikation Notfall- und Ernährungsmedizin · Hausarzt in Bruchköbel. Mehr über die Praxis und den Arzt →

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose. Ob eine Impfung für Sie infrage kommt, klären wir individuell in der Sprechstunde.

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