Ratgeber · Männergesundheit · 2. Juni 2026 · von J. Nassar
Drei von vier Männern sagen: „Passt schon" – und meinen eigentlich: gar nichts passt. Wenn jemand mit Rückenschmerzen und Magendruck gleichzeitig kommt, frage ich nicht zuerst nach dem Rücken. Ich frage: Was ist gerade los, beruflich?
Sagen Sie nicht nur, wo es wehtut. Sagen Sie auch, was Sie belastet.— J. Nassar, Hausarzt in Bruchköbel
Auf die Frage nach dem Beruf folgt oft erst Stille – und dann: „Na ja, viel Stress halt." Das ist kein Zufall. Rücken, Magen, Kopf: Das sind häufig Signale, keine isolierten Beschwerden. Anhaltende Belastung kann sich körperlich zeigen, lange bevor wir sie als Ursache erkennen.
Viele Männer schieben den Arztbesuch hinaus, spielen Beschwerden herunter oder warten, bis es „richtig" wehtut. Das Problem: Gerade frühe Signale lassen sich am besten angehen. Wer Symptome ernst nimmt, statt sie wegzudrücken, gibt sich selbst die beste Ausgangslage.
Sagen Sie nicht nur, wo es wehtut. Sagen Sie auch, was Sie belastet. Diese zwei Sätze mehr helfen mir, das Gesamtbild zu sehen – und genau darum geht es in der Hausarztmedizin: den Menschen anzuschauen, nicht nur das einzelne Symptom.
Wir hören zu: In der hausärztlichen Versorgung nehmen wir uns Zeit für das ganze Bild – körperlich wie seelisch. Wenn ein persönlicher Termin schwerfällt, ist auch eine Videosprechstunde ein erster Schritt.
Reden wir drüber: Termin vereinbaren oder anrufen: 06181 / 71329.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose.