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Gesundheitstipps aus dem Internet: Warum „gut gemeint“ für Sie falsch sein kann

Ratgeber · Beratung · 18. Mai 2026 · von J. Nassar

Vor einiger Zeit saß jemand bei mir, der seit Monaten einen Tipp aus einem Gesundheits-Reel befolgt hatte. Gut gemeint – und für ihn falsch. Er hatte Diabetes. Der Tipp empfahl intermittierendes Fasten als universelle Methode. Für viele Menschen ist das sogar sinnvoll. Für ihn, mit seiner Medikation, war das Risiko real.

Sie sind nicht der Durchschnitt einer Zielgruppe. Sie sind Sie.— J. Nassar, Hausarzt in Bruchköbel

Das Problem ist nicht das Internet

Ich erzähle das nicht, um Online-Inhalte pauschal schlechtzumachen – gute Gesundheitsinformation im Netz kann sehr wertvoll sein. Das eigentliche Problem ist ein anderes: Gut gemeinte Tipps ohne Ihren individuellen Kontext können zu echten Problemen führen.

Sie sind nicht der Durchschnitt einer Zielgruppe

Ein Reel spricht zu Tausenden gleichzeitig. Es kennt nicht Ihre Diagnosen, Ihre Medikamente, Ihre Vorgeschichte. Was für die breite Masse stimmt, kann für Sie mit einer bestimmten Erkrankung oder Therapie genau falsch sein. Sie sind nicht der Durchschnitt – Sie sind Sie. Und genau deshalb gibt es das ärztliche Gespräch.

So nutzen Sie Online-Tipps sinnvoll

Im Zweifel fragen: Eine kurze ärztliche Einordnung erspart oft Monate auf dem falschen Weg. Das geht auch unkompliziert per Videosprechstunde – oder im Rahmen Ihrer hausärztlichen Versorgung.

Frage zu einem Gesundheitstipp? Termin vereinbaren oder anrufen: 06181 / 71329.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose.

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