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Blutdruck richtig messen: So gelingt es zuhause

Ratgeber · Herzgesundheit · 28. August 2026 · von J. Nassar

Immer mehr Menschen messen ihren Blutdruck zuhause – das ist grundsätzlich sinnvoll, denn Werte im vertrauten Umfeld sind oft aussagekräftiger als eine einzelne Messung in der Praxis. Doch schon kleine Fehler bei Haltung, Zeitpunkt oder Manschette können die Werte deutlich verfälschen. Hier lesen Sie, worauf es ankommt.

Ein falsch gemessener Blutdruck kann genauso in die Irre führen wie gar keine Messung.— J. Nassar, Hausarzt in Bruchköbel

Warum die Messtechnik so wichtig ist

Blutdruckwerte schwanken im Tagesverlauf ohnehin – durch Bewegung, Stress, Kaffee oder einfach durch Gespräche während der Messung. Wird zusätzlich falsch gemessen, addieren sich diese Effekte schnell zu Abweichungen von 10 bis 20 mmHg. Das kann dazu führen, dass ein eigentlich unauffälliger Blutdruck zu hoch erscheint – oder umgekehrt ein erhöhter Wert unentdeckt bleibt.

So bereiten Sie sich vor

Die richtige Haltung und Manschette

Sitzen Sie mit geradem Rücken, die Füße flach auf dem Boden. Der Arm liegt entspannt auf einer Tischplatte, sodass sich die Manschette etwa auf Herzhöhe befindet. Die Manschette gehört auf den nackten Oberarm, nicht über die Kleidung, und muss zur Armgröße passen – eine zu kleine Manschette zeigt tendenziell zu hohe Werte an. Die meisten handelsüblichen Oberarmmessgeräte sind zuverlässiger als Geräte fürs Handgelenk.

Wie oft und wann messen

Für ein verlässliches Bild empfiehlt es sich, morgens und abends jeweils zwei Messungen im Abstand von ein bis zwei Minuten durchzuführen und den Mittelwert zu notieren – am besten über mehrere Tage in einem Blutdruckpass oder einer App. Einzelne Ausreißer sind normal und kein Grund zur Sorge; entscheidend ist der Trend über die Zeit.

Wann Sie das ärztlich abklären lassen sollten

Liegen Ihre zuhause gemessenen Werte wiederholt bei 135/85 mmHg oder darüber, sprechen Sie uns darauf an. Das gilt besonders bei zusätzlichen Risikofaktoren wie familiärer Vorbelastung, Übergewicht, erhöhtem Cholesterin oder Diabetes. Bei akuten Warnzeichen wie starken Kopfschmerzen, Sehstörungen, Brustschmerzen oder Luftnot sollten Sie sich unabhängig vom Blutdruckwert umgehend ärztlich vorstellen.

Unser Tipp: Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen und des Longevity Check-ups prüfen wir Ihren Blutdruck im Gesamtzusammenhang mit weiteren Risikofaktoren wie Cholesterin, Blutzucker und Herzgesundheit.

Sie möchten Ihre Werte besprechen? Vereinbaren Sie einen Termin oder rufen Sie uns an: 06181 / 71329.

J. Nassar, Hausarzt in Bruchköbel

Über den Autor: J. Nassar

Facharzt für Allgemeinmedizin und allgemeine Chirurgie mit Zusatzqualifikation Notfall- und Ernährungsmedizin · Hausarzt in Bruchköbel. Mehr über die Praxis und den Arzt →

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Diagnose.

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